Wie werden eigentlich Bücher geduckt?

Es ist der Beginn der Moderne, die Grundlage fast all unserer abendländischen Errungenschaften, über die wir uns als aufgeklärte Menschen definieren, eine politische, soziale und wirtschaftliche Umwälzung:
eine kleine technische Innovation, die als „die Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern“ in die Geschichte einging, ausgetüftelt von einer Person, die mitnichten solche Folgen absehen konnte, sondern lediglich eine verbesserte Methode der Schönschrift intendierte: Johannes Gensfleisch Gutenberg.

In einer Zeit, in der Politik, Gesetze, Forschung und Moral lediglich in der gebildeten Bevölkerungsspitze ausgehandelt wurden, ist die technische Innovation, die die Massenproduktion von Flugblättern und Büchern ermöglicht und daher diese Artikel für breite Bevölkerungsschichten nutzbar machte, von immenser Bedeutung.

Der freie Zugang zum Wort, den der Buchdruck bewirkte, sind die Grundlage für Wissen, Bildung und Demokratie. Er erleichterte wirtschaftliche Abläufe und akademischen Austausch, so dass unsere moderne Welt letztendlich auf dieser Grundlage errichtet wurde.

Seit dem 20. Jahrhundert erwächst dem Buchdruck durch moderne Medien wie dem Fernsehen, dem Radio und dem Personalcomputer, besonders durch mit diesem nutzbare e-books, eine Konkurrenz, die seine Bedeutung für die Gegenwart einschränkt.

Durch seine lange Geschichte jedoch ist das gedruckte Buch vergleichsweise nicht nur Symbol für Wissen, sondern für Beständigkeit und die Autorität von Generationen.